Fahrt zum Jugend-Auftakt-Gottesdienst 2010 Der Wille war da – aber der Weg versperrt
Anfang Januar 2010 wurden die Landstriche des Apostelbereiches Bremen von einer anhaltenden Schlechtwetterfront beherrst, die ungewöhnlich viele Schneefälle und Frost mit sich brauchten. Auf Grund dessen war es vielen Jugendlichen nicht möglich am Sonntagmorgen des 10. Januar nach Wilhelmshaven zum Jugend-Auftakt-Gottesdienst zu fahren.
So auch die Leezdorfer Jugend..
Mit Bangen und Gebeten
schauten alle am Abend zuvor die Nachrichten und hofften, dass wir am
Sonntagmorgen gen Wilhelmshaven fahren könnten. Bis Sonntag früh um 6.30 Uhr
war das Wetter soweit gut, dass man mit dem Auto nach Wilhelmshaven hätte
fahren können. Aus diesem Grund beschloss derJugendleiter,dass alle sich um
7:50 Uhr an der Kirche treffen sollten, um gemeinsam vorsichtig nach
Wilhelmshaven zu fahren.
Wie gesagt, so getan
– und so fuhr die Kolonne um 8 Uhr von Leezdorf gen Wilhelmshaven mit den Wetterachrichten
vom Vorabend noch im Hinterkopf. Die ersten Meter waren noch etwas unwegsam und
zum Teil auch schneeglatt - aber dann gewann man den Mut doch noch weiter Richtung von Wilhelmshaven zu fahren. Die Kolonne
bestand aus fünf Autos und war dicht
beisammen.
Leider musste es dann
doch passieren. Eines der fünf Autos blieb nach sage und schreibe 15 Minuten am Straßenrand stecken. Sofort hielten alle
anderen vier Autos an und stiegen aus, um das festgefahrene Auto am Straßenrand
von den Schneewehen zu befreien. Mit Eimern und mitgebrachter Schneeschaufel
dachten wir das Auto vom Schnee befreien zu können.
Doch die Witterung machte uns da einen Strich durch die
Rechnung. Letztendlich schafften wir es, das festgefahrene Auto einer Jugendlichen
wieder auf die Straße zurück zu schieben. Da war es schon mittlerweile 8.50
Uhr. Dennoch war die Aktion nicht beendet. Es musste schließlich noch das Auto umgedreht werden, damit man, wie wir
es dann abgesprochen hatten, wieder nach Hause zurückfahren konnten.
Während dieser Aktion gingen zwei Jugendlichen zu einem nahegelegenen
Bauernhof, um Hilfe zu holen, damit die Straße wieder befahrbar sein würde.
Freundlicherweise kam der um Hilfe gebetene Bauer mit seinem Traktor und schob
den Schnee mit seinem großen Schneeschieber von der Straße. Zur selben Zeit
kamen immer mehr Autos, die an uns vorbei fahren wollten, um unter anderem ihre
Tiere füttern zu wollen. Sie alle stiegen aus und halfen tatkräftig mit.
Einer von ihnen nahm
seine Schneeschaufel und versuchte den noch auf der Straße gebliebenen Schnee
beiseite zu räumen. Daraufhin wurde das wieder befreite Auto mit einem
Abschleppseil an einem anderem Auto befestigt, um es wieder in die richtige
Richtung zu bringen- leider ging dabei der Motor des liegengebliebenen Autos
aus. „Auch das noch“, dachten einige Jugendliche. Grund war, dass die Batterie
leer war.
Wie durch einWunder
sprang der Wagen doch noch an und alle schoben ihn mit dem davor angeseiltfahrenden Wagen in die richtige Richtung. Am
Ende waren alle total glücklich, dass niemand verletzt wurde und das Auto
wieder in der richtigen Spur war. Nur mit vereinten Kräften und Hilfe von
vorbeifahrenden Autos konnte unserer Schwester geholfen werden. Kurz darauf kam
der Streudienst und wollte die Straße frei räumen, doch an der Stelle war unsere
Jugendeher da.
Zum Schluss lud der Jugendleiter uns allezu sich nach Hause ein, sich bei einer warmen
Tasse Kaffee/Tee kurz aufzuwärmen, bevor wir dann gemeinsam den Gottesdienst in
Leezdorf besuchten.
Nach dem Gottesdienst
waren wir erneut beim Jugendleiter und haben uns bei Kaffee/Tee und Kuchen den
Filmbericht über den EJT 2009 in Düsseldorf gemeinsam angesehen und dabei unsere
Eindrücke und Erlebnisse ausgetauscht.
Zu diesem Erleben vom 10.01.2010 paßt eigentlich nur eine
Überschrift:
„Der Wille war da – aber der Weg versperrt“
Dabei wurde die tolle Gemeinschaft der Leezdorfer Jugend auf
die Probe gestellt und mit Bravour gelöst.
Die Leezdorfer Jugend hofft, dass der Auftaktgottesdienst
ein tolles Erlebnis für alle Anwesenden war und wünscht allen Leserinnen und
Leser ein freudiges und segensreiches Jahr 2010.