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Schafi, das Maskottchen unserer Bremer Jugend, ist auch in Düsseldorf gewesen - dank Geocaching.

Hintergrundwissen

Ihr kennt das sicher auch: Sonntagnachmittage, die zum Faulenzen einladen und dann das: Der Familienbesuch bei der Großtante mit garantierter Langeweile nach dem Kaffee oder der traurig blickende Hund mit der übervollen Blase in Verbindung mit Muttis vorwurfsvollen Blick.

Ich habe jetzt ein Mittel dagegen gefunden und das heißt GEOCACHING.

Geocaching ist die moderne Schnitzeljagd für Menschen, die eigentlich lieber vor dem PC rumhängen, aber wissen, dass sie auch mal nach draußen sollten. Und um das zu tun haben sie GEOCACHING erfunden.

Überall in eurer Umgebung haben Geocacher kleine Schätze versteckt. Das können kleine Filmdosen sein (die uns hoffentlich noch lange erhalten bleiben) oder auch andere möglichst wasserdichte Behältnisse aus der Lebensmittelaufbewahrungsindustrie, aber auch Munitionskisten....

Und so sieht eine Schatzsuche 2009 aus:

  1. Wir brauchen einen Internetzugang, Drucker, und ein GPS-Gerät oder GPS-Handy.
  2. Wir registrieren uns bei geocaching.com (kostenlos)
  3. Dann schauen wir, wo es in unserer Nähe (oder in der Nähe des Wohnortes unserer Tante, die wir demnächst besuchen mü... äh wollen, Geocaches gibt.)
  4. Wenn wir ein GPS-Gerät zu Weihnachten bekommen haben, dass auch Geocaches verwalten kann, laden wir die ausgewählten in den Speicher - alle anderen drucken sich die Cache-Beschreibungen aus (nicht die Hinweise und Bilder, auch "Spoiler" genannt vergessen.)
  5. Zu den beschriebenen Koordinaten gehen/fahren und dort nach dem Cache suchen (aber möglichst unauffällig; sog. "Muggel" also Unwissende lauern überall) Dabei Kugelschreiber und Tauschgegenstände nicht vergessen!
  6. In der "Schatzkiste" befindet sich ein Logbuch, in dem der Besuch eingetragen wird. Meist befinden sich kleine Schätze (Spielzeug, Münzen o.ä). darin, die gegen mitgebrachtes ausgetauscht werden können. Wieder zuhause angekommen wird der erfolgreiche Besuch noch auf der Internetseite eingetragen.

Was hat das alles mit Schafi zu tun?

Beim Geocaching gibt es einige "Specials". In einigen Caches befinden sich GeoCoins oder TravelBugs. Die GeoCoins dürfen nicht behalten werden, sondern können vom Finder mitgenommen und in einem anderen Cache versteckt werden. TravelBugs sind Alu-Anhänger, (wie die Hundemarken bei der Armee), die an Gegenständen oder Plüschtieren befestigt sind und einen bestimmten "Auftrag" haben, der in der ebenfalls beiliegenden Beschreibung und im Internet nachzulesen ist. Das kann der Auftrag sein, an einem bestimmten Datum ein bestimmtes Ziel zu erreichen, eine bestimmte Reiseroute zurückzulegen oder einfach überall in der Welt herumzureisen.

Jetzt kommts: Schafi ist mit einem Travelbug versehen und hat das Ziel, viele NAK-Kirchen oder Jugendzusammenkünfte zu besuchen und zum EJT 2009 in Düsseldorf zu sein.

Danach....einfach mal weiterreisen. Mittlerweile ist Schafi in... findet´s heraus:


Schafis zurückgelegter Weg bis zum 13.02.2009
Quelle: geocaching.com - Google Maps

Eine Schwierigkeit vergaß ich zu erwähnen. Damit die Suche auch tatsächlich zu körperlicher Bewegung führt, sind die meisten Beschreibungen mit Aufgaben verbunden. Am Startpunkt der Suche angekommen müssen meist erst Hinweise gesucht werden, mit deren Hilfe dann neue Koordinaten berechnet werden können. Dies führt dann zwangsläufig zu längeren Aufenthalten an der frischen Luft. (vor allem, wenn man zuhause schlecht recherchiert hat)

Einige Menschen haben dabei wahnsinnig viel Aufwand betrieben und sich tolle Geschichten ausgedacht. Wußtet Ihr z.B: ..., dass bei Delmenhorst im Wald zwischen Stenum und Rethorn der Bau einer Pyramide geplant war?

Und wem das alles zu kindisch ist, der kann beim Lesen der Cache-Beschreibung so manche für den Geschichtsunterricht nützliche Info finden.

Meitere Informationen unter:

Michael Hobbie

Ganz wichtig: Geocacher verhalten sich umweltbewußt. Die Verstecke sollen so gewählt werden, dass die Sucher keine Schäden anrichten müssen, um die Caches zu finden. Außerdem gibt es das Projekt CITO (Cache in - Trash out). Jeder Cacher sollte immer eine Tüte dabei haben, um unterwegs gefundenen Müll zu sammeln und umweltgerecht zu entsorgen.

Weitere interessante Infos zum Geo-Caching und der benötigten Ausrüstung folgen!

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